Blogs tragen zur Demokratisierung bei

Dies wurde jedenfalls häufig mit Emphase vorgetragen. Eine Entwicklung zeichnet sich jedoch tatsächlich ab. So scheinen einige Hinweise den Schluss nahe zu legen, dass eine Stärkung einer Käuferdemokratie stattfindet. So arbeiten die Reklamationsabteilungen von Markenfirmen immer professioneller und zeigen zunehmend ein kulantes Verhalten den Kunden gegenüber. Der Hintergrund ist, dass auch kleine Versäumnisse einer Firma einen großen Imageschaden verursachen können. Und dies gilt ganz besonders wenn millionenschwere Werbekampagnen Qualität versprechen. Und genau da setzen die Funktionsweisen von Blogs an. Sie sind von Firmen unkontrollierbar und zuweilen unbestechlich, da jeder Blog dadurch an Glaubwürdigkeit verlieren würde.

Ihr Vorteil liegt darin, auch kleinste Lebensbereiche erfassen zu können. Und wenn ein Blogger schreibt, dass er sich dies oder jenes Produkt gekauft hat und es schadhaft war, so ist dies vollkommen legal. An der Stelle seitens eines Unternehmens auf juristischem Wege zu versuchen dies zu unterbinden, kann für eine Firma sehr problematisch werden, wenn alles was der Blogger schreib den Tatsachen entspricht und andere Medien (z.B. Fernsehen) darauf aufmerksam werden. Da ist eine offene Unternehmenskommunikation wesentlich Erfolg versprechender. Wenn eine Firma selbst bsp. Blogs betreibt und statt einer perfekten Plastikwelt lernt zu kommunizieren „Wir machen vieles gut, aber leider nicht alles perfekt“, kann diese Unternehmen auf die menschliche Art mehr Kunden binden, als dies zuvor der Fall war.

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