FAZ beschäftigt sich mit Blogs

In der gestrigen Ausgabe der FAZ gab es einen längeren Artikel über Blogs. Dabei fallen einige Punkte auf: Zum einen wird im Vergleich des Mediums Blog mit Printmedien das Arbeitsethos von Journalisten überhöht. Es ist festzuhalten, dass einige Blogger mindestens genauso seriös arbeiten wie angesehene Journalisten (es soll sogar welche geben, die Maßstäbe der Wissenschaften anlegen; hingegen hat der Trend zu freien Journalisten in den letzten Jahren auch nicht gerade zur Qualität des Journalismus beigetragen, im Gegenteil: er ist noch mehr zum Einfallstor von PR und Manipulation geworden). Die Werbefreiheit und die Unabhängigkeit von der politischen Klasse, wie sie in den meisten Blogs besteht, bringen enorme Vorteile mit sich. Zudem gibt es mittlerweile einige Journalisten, die Blogs für ihre Recherche ansurfen. Die IPs in der Besucherstatistik dieser Seite sprechen darüber Bände.

Ein anderer Punkt ist, dass irgendwie nach einer Übersicht von Blogs gesucht wird, die es nun gar nicht geben kann. Blogs sind entgegen Zeitungsredaktionen nicht hirarchisch strukturiert, sondern befinden sich in ständig aktualisierenden Anordnungen. Eine ganz wesentliche Kritik an dem Artikel in der FAZ ist jedoch, dass die Wirkungen der Blogspäre für die Öffentlichkeit und auch die politische Kommunikation stark unterschätzt werden. Es ist nicht mit dem Hobby des Gitarrengeschrabbels vor 20 Jahren zu vergleichen, sondern es geht auch um Meinungsäußerung und aktuelle Berichte.

Kommentar schreiben

Die E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt. Felder mit * müssen ausgefüllt werden.

*

*